In 5 Schritten zur perfekten Verpackung, Teil 2: Richtig Polstern

Luftpolsterfolie2Ein Paket durchläuft auf dem Weg zum Empfänger einige Stationen: Es wird mehrfach verladen und transportiert, durchläuft Förderbänder und Rutschen. Um diese Strapazen sicher zu überstehen, bedarf es nicht nur einer stabilen, passenden Umverpackung, sondern auch die Innenverpackung muss perfekt darauf abgestimmt sein. Denn hier muss die Ware zusätzlich gegen Belastungen geschützt werden. Um die passende Umverpackung zu finden, haben wir bereits letzte Woche einige Tipps zur Hand gegeben, heute werden wir Ihnen die unterschiedlichsten Möglichkeiten zum Thema Füllen & Polstern erläutern.

 

Warum ist die Innenverpackung so wichtig?

Nun, das Packgut darf innerhalb der Verpackung nicht hin und her rutschen, denn durch diese Bewegung kann es zu unkontrollierten Beschleunigungen des Packgutes kommen. Das Ergebnis: Diese Kräfte wirken mit einem vielfachen Druck des Eigengewichts zerstörend – und da ist es egal ob die Außenverpackung, das Produkt selber oder weitere mitverpackte Produkte beschädigt werden.

Die Aufgabe der Innenverpackung ist also schützen, polstern und fixieren der Waren – und zwar nach allen sechs Seiten. Nur mit einem ausreichenden Schutz können mechanische Belastungen abgefedert werden. Ein Kontakt mit der Außenverpackung aber auch mit Versandgütern untereinander wird mit dem Füll- und Polstermaterial vermieden. Die Abstimmung auf das jeweilige Produkt steht auch hier an erster Stelle. Um noch mal auf Nummer sicher zu gehen, können Sie die Fragen zur Vorbereitung aus Teil 1 der Reihe nach einmal nachlesen.

 

Man unterscheidet im Wesentlichen zwei große Gruppen der Innenverpackung: Füllmaterialien und Polstermaterialien. Beide dienen dazu, einen sicheren Versand zu gewährleisten, dennoch gibt es Unterschiede:

 

Füllmaterial:

Hiermit füllen Sie Hohlräume in der Umverpackung. Die Waren werden fixiert und können während des Transports nicht mehr verrutschen. Dies vermeidet ungewollte Bewegungen, sei es um das Durchschlagen der Ware aus der Schachtel oder ein aneinander Reiben der verschiedenen Waren im Paket zu verhindern. Verwenden Sie Füllmaterial für stoßunempfindliche oder bereits stoßsicher unterverpackte Waren.

Beispiele aus dem ratioform Sortiment: Cell-O Luftkissen, Verpackungschips, FillPak TT Papier oder die Fill Box Papier Füllmaterial.

Noch ein Wort zum losen Füllmaterial wie Verpackungschips: Dieses dient nur zum Schützen und Polstern, nicht zum Fixieren. Warum? Die Ware kann durch die Vibrationen während des Transports leicht Richtung Außenverpackung „wandern“ und diese durchstoßen. Im Fachjargon wird dabei von „Treibsandeffekt“ gesprochen. Aber auch hier gibt es eine Ausnahme: die Verpackungschips in 8er Form, welche die Hohlräume auffüllen und das Durchschlagen verhindern. Durch die Form einer 8 verhaken sich die einzelnen Chips ineinander, verhindern den Treibsandeffekt und gewährleisten die Stabilität der Ware.

 

treibsandeffekt
Schweres Packgut, das nur in losem Füllmaterial liegt, wandert durch die beim Transport unvermeidlichen
Schub- und Stoßbewegungen in der Umverpackung
und durchschlägt sie im schlimmsten Fall. Hier ist das Packgut durch ein festes Polster (z.B. Konstruktivverpackung) fixiert, das stark genug ist, um die Bewegungen aufzufangen.

Polstermaterial:

PadPak-Papier-PolstermaterialPolstermaterial hingegen ist ideal für stoßempfindliche Packstücke, welche noch nicht unterverpackt sind. Es polstert, schützt und sichert einzelne Versandgüter vor Stößen, Erschütterungen und natürlich auch vor dem Verrutschen in der Umverpackung.

Beispiele aus dem ratioform Sortiment: Luftkammermatten, Luftpolsterfolie, Verpackungsschaum, Schaumfolie, Rollenwellpappe, Papierpolster, Schaumlagen und Schaumplatten.

Natürlich sind die Übergänge zwischen Füll- und Polstermaterial fließend. Viele Produkte aus diesem Bereich können beide Zwecke erfüllen.

 

 

10 Tipps zum perfekten Füllen, Polstern, Schützen:

 

  1. Faustregel: weiche Polster für leichte Produkte, harte Polster für schwere Produkte
  2. Werden mehrere Produkte in einem Paket verschickt, ist der Schutz immer auf das Empfindlichste abzustimmen.
  3. Wählen Sie die Verpackungsgröße möglichst klein. Achten Sie aber darauf, ausreichend Platz für die Polsterung (ca. 5cm) zu haben. So haben die Waren wenig Spiel.
  4. Verpacken Sie ohne Hohlräume. So vermeiden Sie das Einquetschen von Verpackungen und das Verrutschen der Waren im Inneren.
  5. Packen Sie schwere Waren nach unten, leichtere nach oben. Verteilen Sie das Gewicht gleichmäßig auf die Fläche der Verpackung.
  6. Vermeiden Sie den Kontakt der Waren untereinander und zur Außenverpackung.
  7. Trennen Sie, wenn nötig, gleiche Waren voneinander – beispielsweise mit Trennteilen oder anderen Waren.
  8. Waren, welche von sich aus für den aufrechten Transport konstruiert sind (wie Flaschen), sollten auch aufrecht verpackt werden. Hier können Sie zur Sicherheit zusätzliche Kennzeichnungen auf der Außenfläche des Kartons anbringen.
  9. Verpacken Sie Produkte, welche auslaufgefährdet sind, noch mal zusätzlich. Beispielsweise in einem Beutel, Verschweißen in einer Folie oder verwenden Sie Aufsaugmaterial.
  10. Polstern Sie Ecken und Kanten besonders gut, da hier die meisten Kräfte wirken.

 

 

Lesen Sie weiter – In 5 Schritten zur perfekten Verpackung:

 

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1 Kommentar

  1. Die Gläseraktion fand ich sehr gut. Hätte nicht gedacht das alle Gläser heil bleiben. Kompliment.
    auch das mit dem Postamt fand ich witzig.

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