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Luftfracht vs. Seefracht: Wie versende ich meine Ware am besten?

Beim Warenversand, der nach Übersee verschickt werden soll, stellt sich oft die Frage: Luft- oder Seefracht? Wann lohnt sich was und welche Art ist besser? Die ersten Gedanken, die mir zum Thema Seefracht kamen, sind: „ist sicher günstiger“, „dauert länger“ und „ist besser beim Transport von großen oder klobigen Waren“. Aber stimmt das überhaupt?

 

Wie funktioniert der Versand per See und Luft?

Allgemein versteht man unter Seefracht, dass Ware mit dem Schiff versendet wird. Die zu transportierende Ware wird dabei entweder als Stückgut, Schüttgut oder mit Hilfe von Transporteinheiten (zum Beispiel in Containern) auf einem Schiff an den Zielort transportiert. Die Ware kann vom Lieferanten als sogenanntes „FOB“ (Free On Board) angeboten werden. Als FOB wird eine klassische Lieferklausel im konventionellen Schiffsverkehr bezeichnet und bedeutet, dass der Verkäufer exportfreie Ware liefern muss. Das heißt, dass er sich auch um die Ausfuhrformalitäten kümmert. Der Käufer schließt den Transportvertrag auf seine Kosten ab. Dies gilt als sogenanntes echtes FOB-Geschäft, Kosten sind hier Frachtkosten, Schiffsmaklerspesen- und provisionen oder Umladekosten im Schiff. In der Praxis wird dies allerdings oft anders umgesetzt: Mit dem Zusatz „FOB, verschifft“ werden diese Kosten dem Verkäufer übertragen. Im Fachjargon wird dieser Prozess als unechtes FOB-Geschäft mit Geschäftsbesorgungsvertrag für den Transport bezeichnet. Neben der FOB Klausel ist die bekannteste die CIF-Klausel. Ausgeschrieben steht das für Cost, Insurance and Freight, also Kosten, Versicherung und Fracht. Diese Klausel entspricht etwa dem FOB plus reguläre Fracht- plus Versicherungskosten bis zum Bestimmungsort.

Bei der Luftfracht werden Waren per Flugzeug transportiert und verschickt. Seit den 1960er Jahren ist die zivile Luftfracht stark angestiegen. Etwa die Hälfte der weltweiten Luftfracht wird in den Unterdecks von Passagierflugzeugen transportiert und die andere Hälfte in Frachtflugzeugen. Luftfracht bietet sowohl Vor- als auch Nachteile an.

Vorteile:

  • Schnelligkeit: Auf Mittel- und Langstrecken sind Flugzeuge zum Transport von Waren deutlich im Vorteil
  • Unabhängkeit von Natureinwirkungen und Erschütterungen
  • Zuverlässigkeit auf Grund von minutiös geplanten und eingehaltenen Flugplänen
  • Lagerungskosten und Wartezeiten werden minimiert oder entstehen erst gar nicht

 

Nachteile:

  • Luftfracht ist teurer als Seefracht oder der Transport am Boden
  • Flugzeuge, die Luftfracht transportieren, verursachen mehr Schadstoff-Emmissionen als andere Verkehrsträger
  • Im Gegensatz zum Transport per LKW ist die Luftfrachtbeförderung an Flughäfen gebunden und damit unflexibler
  • Nicht alle Güter eignen sich für den Transport mit Luftfracht

 

Fazit

Luftfracht und Seefracht haben beide gewisse Vorzüge. Aus den oben genannten Vor- und Nachteilen der Luftfracht wird ersichtlich, dass sich diese eignet, wenn Ware schnell von A nach B und nach Übersee transportiert werden soll. Außerdem bietet sich Luftfracht zum Versand von leichten und geringeren Mengen an. Bei schweren oder Güter mit großem Volumen, ist Seefracht die kostengünstigere und somit empfohlene Alternative.

 

 

 

Textquellen:

http://xpaket.de/luftpost/; http://officeflucht.de/luftfracht-vs-seefracht/; http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/fob.html

Bildquellen:
Igor Ovsyannykov
freestocks.org
Illia Cherednychenko

Über den Autor

Laura Trinkl

Seit 2016 als Junior Online Marketing Managerin an Bord bei ratioform. Die Verpackungsbranche finde ich sehr spannend, da sie in der digitalen Welt immer wichtiger werden wird. Privat laufe ich gerne und schreibe darüber auf meinem eigenen Blog.

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