Paketschäden reduzieren in 6 Schritten

In den letzten Jahren geht der Umsatz im stationären Handel immer weiter zurück, gleichzeitig expandiert der Online Handel. Durch den Anstieg der zu versendenden Waren wächst auch die Anzahl der beschädigten Pakete, welche beim Empfänger ankommen. Aus Kundensicht verringert es sofort die Vorfreude auf das Produkt, wenn die äußere Verpackung beschädigt ist. In einigen Fällen kann auch die Annahme der Produkte direkt verweigert werden, was zu Frust auf beiden Seiten führt.

Käufer erwarten eine perfekte Verpackung bei der ersten Bestellung. So müssen die Verkäufer sicherstellen, dass das Paket nicht nur den Transport übersteht, sondern auch den Kunden visuell anspricht und die Vorfreude steigert. Nicht zuletzt bedeutet dies ebenfalls, dass Verpackungen ausgewählt werden, welche notfalls für einen Rückversand geeignet sind, ohne den Kunden Umstände zu machen.

Mit den folgenden sechs einfachen Schritten können Sie nicht nur problematische Bereiche Ihres aktuellen Verpackungsprozesses identifizieren, sondern auch häufige Versandfehler vermeiden.

 

Schritt 1: Effektiv Verpacken

Im Durchschnitt werden Pakete ca. 50 Mal angefasst, bis sie beim Empfänger ankommen – acht Mal fallen sie im Durchschnitt dabei runter. Hier sind drei kurze Tipps, wie Sie Ihre Produkte schützen können:

  1. Platzieren Sie die Waren in der Mitte des Kartons. Achten Sie auf die passende Größe und Stärke.
  2. Nutzen Sie Füll- und Polstermaterial zum Schützen und Auffüllen von Hohlräumen.
  3. Verschließen Sie mit dem passenden Packband, z. B. mit Warnband.

Eine ausführliche Beschreibung finden Sie in unserem 5-Schritte Guide zur perfekten Verpackung:

Bei speziellen Produkten gibt es bereits die passenden Umverpackungen zu kaufen, sowie Flaschenversandkartons oder auch Kartons für Laptops mit spezieller Fixierfolie. Diese Komplettverpackungen sind ideal auf die Bedürfnisse dieses einen Produktes abgestimmt – falls es für Ihre Ware also bereits einen solchen Standardkarton gibt, verwenden Sie diesen.

Weiterhin geben Warnaufkleber, wie „Achtung zerbrechlich“ oder „Hier oben“ die richtige Handlungsempfehlung für dieses Paket entlang der gesamten Lieferkette.

 

Schritt 2: Verwenden Sie qualitativ hochwertige Verpackungen

Das Unboxing Erlebnis ist ein wesentlicher Bestandteil in der E-Commerce Customer Journey geworden. Die Verpackung der Ware spielt hier die Schlüsselrolle, um eine exzellente Erfahrung zu gewährleisten. So können Sie auch in einem starken Wettbewerbsumfeld Pluspunkte sammeln.

Verwenden Sie gut durchdachte Verpackungslösungen, um schlechte Erfahrungen beim Auspacken zu minimieren. Viele Produkte haben besonders anfällige Stellen für Schäden – wie z. B. Bücher. Hier sind besonders die Ecken und Kanten gefährdet. Deshalb sind Buchverpackungen so gestaltet, dass sie extra Schutz entlang der Kanten bieten.

Qualitativ hochwertige Verpackungen halten immer den Weg vom Packtisch zum Kunden und zurück aus. Verwenden Sie Kartonagen ein zweites oder drittes Mal, dann kann dafür nicht mehr garantiert werden.

 

Schritt 3: Testen Sie Ihre Verpackung

Nicht nur die großen Paketdienstleister können die Verpackung testen – führen Sie doch mal einen Falltest im eigenen Haus durch. So sehen Sie sehr schnell, ob Ihre Verpackung eventuell Schwachstellen aufweist oder ob Sie noch Einsparungspotenzial haben, da zu viel Verpackungsmaterial verwendet wird. Ein solcher Test ist leicht durchzuführen und spart Ihnen nicht nur Ärger mit den Kunden, sondern ggf. auch Verpackungsmaterial. Wenn das Produkt Ihre Falltests übersteht, dann bleibt es meist auf dem Weg zum Kunden auch unbeschädigt.

 

Schritt 4: Überprüfen Sie Ihre Lieferdienste

Verspätete oder verloren gegangene Pakete sind ein großes Problem im Online Handel. Deswegen ist die Entscheidung, wem Sie Ihre Waren zum Versand überlassen, eine der Wichtigsten. Schließlich präsentieren Sie diese bei Ihren Kunden. Es ist von großer Bedeutung Beschwerden über den Dienstleister ernst zu nehmen und entsprechende Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Nur so können Sie schlechten Service minimieren.

Je nach Größe Ihres Unternehmens ist es ratsam regelmäßige Treffen mit Ihrem Logistikdienstleister wahrzunehmen. So können Sie Herausforderungen und neue Gegebenheiten besprechen und der Partner hat die Chance auf die neue Situation mit einer angepassten Lösung zu reagieren.

 

Schritt 5: Überprüfen Sie Ihre Verpackungsmöglichkeiten

Eine große Zahl an Konsumenten gibt an, mindestens einmal im Jahr eine beschädigte Lieferung zu erhalten und unangemessene Handhabung als Ursache zu erkennen. Um dem entgegenzuwirken, sollten Sie sich die Zeit nehmen Ihre vorhandenen Verpackungen zu prüfen. Eine Investition in Warnbänder, Transportindikatoren oder der Test von neuen Entwicklungen auf dem Verpackungsmarkt kann sich schnell auszahlen und Sie bleiben weiter an der Spitze.

Vermeiden Sie immer billige Verpackungsmaterialien, hier büßen Sie meist an Stärke und Stabilität der Verpackung ein und so am Schutz Ihres Produktes. Mit schwachen Alternativen riskieren Sie mehr Schäden am Produkt, höhere Retourenkosten sowie Umtäusche und unzufriedene Kunden, sodass sich die Investition in wertigere Verpackungen meistens schnell auszahlt.

 

Schritt 6: Behalten Sie Kundenfeedback im Auge

Die Einrichtung von Feedback- und Bewertungsplattformen bieten hervorragende Möglichkeiten Kundenfeedback einzuholen und zu managen. So können Sie ganz leicht Schwachstellen in Ihrer Auftragsabwicklung erkennen, Retouren vermeiden und Ihre Kunden zufriedenstellen. Unabhängige Anbieter, wie Trustpilot, machen es den Kunden einfach Feedback zu geben und tragen dazu bei, Ihren Ruf zu verbessern.

 

Haben Sie Fragen? Sprechen Sie uns an, wir helfen Ihnen gerne bei der Wahl des richtigen Verpackungsmaterials und stellen Ihnen die neusten Möglichkeiten am Markt vor.

 

 

 

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