«

»

Mrz 04

Potsdamer Paper Bike im Halbfinale

Paperbike01

Es ist Renntag in Palo Alto, Kalifornien. Auf dem Campus der Stanford University haben sich Hunderte von Studenten aus der ganzen Welt eingefunden, um in der sogenannten Paper Bike Challenge gegeneinander anzutreten.

Unter ihnen sind auch vier Studenten des Hasso-Plattner-Instituts in Potsdam. Gemeinsam haben sie ein Paper Bike mit einer speziellen Radkonstruktion aus dreiwelliger Wellpappe entwickelt, mit dem sie sich gegen andere Paper Bikes in einem Rennen messen wollen. Mithilfe des von ratioform zur Verfügung gestellten Verpackungsmaterials sind die Vier bis ins Halbfinale gerast.

 

Tradition Paper Bike Challenge

Die Paper Bike Challenge findet jährlich im Rahmen der Kick-off-Veranstaltung eines internationalen Studienprogramms zum Thema Design und Innovation an der Stanford University statt. Die teilnehmenden Studententeams von vielen der weltweit führenden Universitäten haben jeweils an ihren Studienorten ein solches Paper Bike gebaut und zum Wettbewerb mitgebracht. Traditionell ist die Paper Bike Challenge das Vorprogramm zu dem insgesamt neunmonatigen Studienprogramm. Sie gibt den Studenten eine tolle Gelegenheit, sich als Team zusammenzufinden und ihre Kreativität und handwerklichen Fähigkeiten zu erproben.

Ziel der Paper Bike Challenge ist es, ein ziehbares bzw. schiebbares Fahrzeug zu konstruieren, das aus Papier und Pappe besteht. Trotz des leichten Materials, muss das Rad stabil genug sein, um damit eine Person durch einen Parcours befördern zu können. Dies ist die größte Herausforderung, die es in der Challenge zu meistern gilt. Eine weitere Regel schreibt außerdem vor, dass der Geschobene sich mindestens 20cm über den Boden befinden muss.

Viele Vorgaben, die vorab in die Planung des Paper Bikes miteinflossen und durch die die Studierenden ein Gefühl für Design und den richtigen Umgang mit den dafür verwendeten Materialien bekommen sollten.

 

Die Konstruktion des Paper Bikes

Am Anfang führten die Studenten aus Potsdam ein Brainstorming durch, in dem erste Ideen und Zeichnungen für das Paper Bike gesammelt wurden. Schnell haben sich die Vier auf eine Einrad-Konstruktion geeinigt, da sie annahmen, dass sich so das Rad gerade in scharfen Kurven besser manövrieren ließe. Auch über die Gewichtsverteilung mussten sie sich Gedanken machen. Nach einigen Tests und der Weiterentwicklung eines Prototyps, fanden die Studenten schließlich das passende Design.

Für den Rahmen setzten sie Versandrohre aus Pappe ein. Dabei fungierten vier horizontale Rohre als Achse, als Sitzplatz für den Geschobenen sowie als Handgriffe für den Schieber. Mit dieser speziellen Konstruktion sollte das Gewicht des Geschobenen mehr auf das Rad und den Rahmen verlagert sowie der Kraftaufwand zum Anschieben reduziert werden. Hierzu musste jedoch ein stabiles Rad konstruiert werden. Dabei griffen die Potsdamer Studenten auf das von ratioform zur Verfügung gestellte Verpackungsmaterial zurück. Mithilfe dreiwelliger Wellpappe haben sie es dann letztendlich geschafft, ein Rad anzufertigen, das problemlos ein Körpergewicht aushielt. Im letzten Schritt haben sie dem Bike noch den Feinschliff verliehen, indem sie das Bike in den ratioform-Farben Rot und Schwarz angestrichen haben.

 

Paperbike02

 

Nach der Fertigstellung stellte sich den Studenten gleich die nächste Aufgabe, denn das Bike musste natürlich auch nach Übersee verfrachtet werden. Auch hier half ratioform aus. Mit einem luftfrachttauglichen Versandkarton konnte das Paper Bike unbeschadet an seinen Bestimmungsort gebracht werden.

 

Es ist Renntag

Schließlich war der Tag des Rennens gekommen. Dort galt es, einen 130 Meter langen Parcours mit unebenem Boden, Gras und Sand sowie scharfen Kurven möglichst flink und schnell in zwei Runden zu durchqueren.

Im Rennen haben sich die Mühe und der Aufwand, die in die Konstruktion des Paper Bikes investiert wurden, bezahlt gemacht. Wie vorab vermutet, war das Bike so geländetauglich, dass es sich leicht und schnell durch den Parcours bewegen ließ. Zudem war es im Vergleich zu dem Großteil der anderen Räder stabil genug, um das Gewicht des Geschobenen auch über den holprigen Untergrund auszuhalten. So wurde das erste Rennen mit großem Abstand gewonnen.

Schauen Sie sich das Video zur Paper Bike Challenge an und erleben Sie die Action des Rennens!
 

Im Halbfinale holte sie jedoch gleich am Anfang des Rennens das Pech ein. Dort wurden sie in eine unverschuldete Kollision verwickelt, in der ihr Bike leider beschädigt wurde. Für den weiteren Verlauf des Rennens war dies ein großes Handicap. Es wäre sonst vielleicht sogar das Finale drin gewesen.

Trotz des kleinen Dämpfers hatten die Vier aus Potsdam viel Spaß an der Challenge.

Wir gratulieren dem Team aus Potsdam zum guten Abschneiden und zur tollen Konstruktion des Paper Bikes!

Genauere Informationen über das Studienprogramm des Hasso-Plattner-Instituts finden Sie hier.

 


 

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://blog.ratioform.de/potsdamer-paper-bike-im-halbfinale/

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *