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Verpacken ohne Verpackung

Obst und Gemüse im Supermarkt, die komplett unverpackt sind? Das ist momentan noch nicht der Regelfall, könnte sich aber bald ändern. Die Rewe-Gruppe setzt den ersten Startschuss und verbannt Plastikverpackungen aus der Obst- und Gemüseabteilung. Stattdessen werden die Lebensmittel in einem Pilotprojekt durch Lasertechnik gekennzeichnet.

Foto: REWE Group

 

Mittels eines „natürlichen“ Brandings werden zunächst Avocados und Süßkartoffeln beschriftet. Dabei werden mit einem gebündelten Lichtstrahl Logo und weitere Informationen auf die Produkte gebracht. Rewe berichtet, dass dieses Labeling ausschließlich auf der Oberfläche stattfindet, kontaktlos ist und weder Geschmack, Qualität oder Haltbarkeit beeinflusst. Das Labeling eignet sich sowohl für Früchte, die ohne oder mit Schale gegessen werden. Durch den Verzicht auf Plastikverpackungen werden große Mengen an Plastik, Papier und Metall eingespart und es kommen weniger Treibhausgase in die Atmosphäre. Das Projekt ist zunächst ab Mitte März für vier Wochen angesetzt.

Welche unnötigen Verpackungen es gibt, zeigt das Online Magazin Utopia in diesem Artikel. Dort sieht man Beispiele von überflüssigen Verpackungen, die in sämtlichen Supermärkten auf der Welt fotografiert wurden. Die Fotosammlung reicht von einzelnen Kartoffeln, die in Folie eingeschweißt sind, über gekochte und geschälte Eier in Plastikverpackung bis hin zu geschälten Bananen, die ebenfalls in Plastik verpackt sind. Die Argumente der Supermärkte zielen oft auf „die Bequemlichkeit der Kunden“ ab, die scheinbar Früchte nicht mehr selbst schälen möchten.

 

Wann es auf die richtige Verpackung ankommt

Ganz ohne Verpackung geht es natürlich nicht. Auch wenn diese Beispiele die Überflüssigkeit und die Kuriosität mancher Verpackungen deutlich machen, sind beim Transport oder Versand Verpackungen notwendig. Transportbehälter eignen sich perfekt für den einfachen Warentransport. Ein weiterer Vorteil ist, dass sie zur platzsparenden Lagerung ideal geeignet sind. In geeigneten Transportkisten können problemlos mehrere Artikel geordnet transportiert werden. Darüber hinaus können Behälter aus Holz mehrfach verwendet werden, was Kosten senkt und zum umweltbewussten Handeln beiträgt. 

Wir sind der Meinung, dass das Pilotprojekt in den Supermärkten ein wichtiges Zeichen gegen überflüssige Verpackungen ist und sind gespannt wie es angenommen wird.

 

Quellen:

https://www.rewe-group.com/de/newsroom/pressemitteilungen/1577-rewe-group-ersetzt-plastikverpackungen-bei-obst-und-gemuese-durch-laser-logo/

https://utopia.de/absurde-plastikverpackungen-17699/

Über den Autor

Laura Trinkl

Seit 2016 als Junior Online Marketing Managerin an Bord bei ratioform. Die Verpackungsbranche finde ich sehr spannend, da sie in der digitalen Welt immer wichtiger werden wird. Privat laufe ich gerne und schreibe darüber auf meinem eigenen Blog.

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://blog.ratioform.de/verpacken-ohne-verpackung/

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