Bodenmarkierungen – Einfache Mittel für mehr Effizienz

In der Lagerlogistik, in Produktionshallen und Werkstätten kommt es darauf, den vorhanden Platz optimal auszunutzen. Wer hier ineffizient agiert, verschenkt unnötig Platz und Geld. Bodenmarkierungen sind ein einfaches Mittel, lange Wege zu vermeiden und den wertvollen Platz perfekt zu strukturieren. Die wichtigsten Vorschriften, Methoden und Lösungen stellen wir Ihnen im folgenden Artikel vor.

Hohe Kosten und größeres Unfallrisiko durch fehlende Bodenmarkierungen

Abgestellte Waren oder Werkzeuge versperren Gabelstaplern und Transportwagen den Weg und verlangsamen die Arbeitsabläufe, Mitarbeiter lassen große Lücken zwischen Paletten oder müssen Umwege nehmen – all das sind Beispiele für schlecht ausgenutzten Platz im Lager, der Produktion oder Werkstatt.

Die Folgen: Kosten steigen, weil weniger Waren und Material als möglich auf der verfügbaren Fläche Platz finden. Und Mitarbeiter arbeiten ineffizient, weil sie häufig längere Wege zurücklegen müssen.

Bodenmarkierungen sind ein einfaches und effektives Mittel, um diese Probleme zu vermeiden. Alles steht am richtigen Platz, Zugänge bleiben immer offen und Mitarbeiter finden die benötigten Materialien und Waren in kürzester Zeit.

Bodenmarkierung: Eine Frage der Sicherheit

Markierungen helfen zudem, die Arbeitssicherheit zu erhöhen. Schließlich bedeuten unachtsam platzierte Gegenstände eine Unfallgefahr – mit unangenehmen Konsequenzen für Betroffene und hohen Folgekosten für Unternehmen. Die korrekte Ausstattung von Betrieben mit Markierungen ist deshalb gesetzlich geregelt, und zwar durch die Technischen Regeln für Arbeitsstätten (ASR).

Der Bestimmung zufolge müssen beispielsweise Treppenstufen, Absätze und andere Gefahrenstellen in Unternehmen speziell gekennzeichnet werden, ebenso Ladeflächen, Fahr-, Fuß- und Fluchtwege. Konkret ist es notwendig, solche Bereiche mit Schildern, Warnaufstellern, Schall- und Leuchtzeichen oder Farbmarkierungen, zum Beispiel Bodenfarben, Markierungsbändern oder Aufklebern, zu kennzeichnen.

Die richtige Bodenmarkierung: Die wichtigsten Unterschiede

Im Folgenden stellen wir Ihnen die wichtigsten Methoden zur Markierung von Flächen, Wegen und Arbeitsplätzen vor:

Methode 1: Bodenfarben

Welche Bodenfarbe Betriebe verwenden, richtet sich zunächst nach dem Untergrund. Handelt es sich zum Beispiel um Beton, Asphalt oder PVC? Zu berücksichtigen ist zudem, ob die Markierungen innen oder außen angebracht werden sollen und wie stark etwa der Abrieb durch Reifen ist. Entscheidend sind außerdem Kriterien wie die Trocknungszeit, die benötigte Sprühbreite sowie die Deckkraft der Bodenfarben.

Ihr wichtigster Vorteil: Insbesondere bei Fahrbahn-, Parkplatz- oder Baustellenmarkierungen lassen sie sich flexibel einsetzen und freihändig, mit Markiergerät oder Schablonen auftragen.

Nachteilig kann es sein, dass sich die Farben nicht so leicht entfernen lassen. Zum Beispiel dann, wenn der verfügbare Raum von Zeit zu Zeit unterschiedlich genutzt wird. Für vorübergehende Markierungen steht Betreiben alternativ Kreidespray zur Verfügung.

Methode 2: Bodenmarkierungsbänder

Deutlich flexibler sind demgegenüber Bodenmarkierungsbänder. Sie eignen sich ideal für die Markierung von Stellplätzen, Verkehrswegen oder Gefahrenstellen in Betrieben. Der ASR zufolge müssen Begrenzungen

  • farbig,
  • deutlich erkennbar sowie
  • dauerhaft und durchgehend sein.

Für Außen- und Innenmarkierungen stehen Bodenmarkierungen in unterschiedlicher Ausführung zur Verfügung – robuster oder weniger robust, in verschiedenen Farben, bedruckt oder unbedruckt. Bodenbänder, die im Freien eingesetzt werden, müssen vor allem wetterbeständig sein. Innen genutzte Bänder sollten vor allem auf glatten Oberflächen gut haften.

Die größten Vorteile von Bodenbändern: Sie lassen sich leicht anbringen und bei Bedarf entfernen. Nachteil ist, dass sie sich mitunter schneller abnutzen als Farben und dadurch etwas häufiger erneuert werden müssen. 

Wir von ratioform verwenden – in Abstimmung mit Experten für Arbeitssicherheit – folgende Farbcodes bei Bodenmarkierungen:

  • Gehwege: gelb
  • Stellflächen (für Paletten o. ä.): schwarz-gelb gestreift
  • (Steh-)Arbeitsplätze und freizuhaltende Flächen: rot

Methode 3: Schilder

Ebenfalls eine flexible Markierungsmethode sind Schilder. Sie lassen sich mobil nach Bedarf einsetzen und rasch wieder entfernen, wenn Flächen in Lagern, Produktionsstätten und Werkstätten umstrukturiert werden sollen.

Wie Standardausführungen von Schildern beschaffen sein müssen, regelt die DIN EN ISO 7010 – und zwar europaweit. Warnzeichen gemäß ASR müssen beispielsweise dreieckig und gelb sein, das jeweilige Piktogramm schwarz. Gebotszeichen hingegen haben einen signalblauen Hintergrund und weiße Piktogramme.

Breites Standardsortiment und individuelle Sonderanfertigungen

„Als Teil des visuellen Managements können Bodenmarkierungen helfen, Arbeitsprozesse und Materialflüsse intuitiver zu gestalten. Lagerprozesse werden idealerweise effizienter, sicherer und weniger fehleranfällig“, sagt Nico Liederer, Prozessmanager Logistik bei ratioform.

Im betrieblichen Alltag ist es daher wichtig, dass normgerechte Standardlösungen rasch verfügbar sind. Diese bieten wir unseren Kunden jederzeit mit unserem breiten Produktsortiment. Darüber hinaus fertigen wir bei Bedarf individuelle Markierungen an, beispielsweise Siegel, Etiketten oder Prüfplaketten für Maschinen.

Haben Sie Fragen zu unserem Angebot oder benötigen Sie eine individuelle Lösung? Sprechen Sie uns gerne an. Wir beraten Sie gerne!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere