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Wie eine Stromtankstelle sicher zum Kunden kommt

»Das Runde musste ins Eckige«

Der schwäbische Elektro-Dienstleister Heldele ent­wickelte 2012 die Stromtankstelle für Elektroautos als Wallbox – ein Designerstück, innovativ, leistungsstark und praktisch. Doch wie gelangt das Produkt sicher zum Kunden? Georg Thomas (Leiter Kompetenzcenter Technology) und Simone Rigl (Marketing) von der Heldele GmbH mit Stammsitz in Salach (nahe bei Göppingen) haben uns diese Frage beantwortet.

Georg Thomas, Leiter Kompetenzcenter Technology, Heldele


PACKgespräch.: Herr Thomas, Sie leiten bei Heldele das Kompetenzcenter Technology und haben den Kontakt zu ratioform geknüpft.
Georg Thomas:

»Richtig, wir haben unseren Partner für die Verpackungslösung nach mehreren Kriterien ausgesucht. Bei unserer Recherche ging es natürlich um die entsprechende Kompetenz und Leistungsfähigkeit, doch auch die räumliche Nähe und der Vorteil, dass die ratioform-Berater zu uns kommen, spielten eine Rolle.«

 

 

Worin besteht die besondere Herausforderung?

Simone Rigl:

»Wir haben kein Produkt von der Stange. Seit rund zwei Jahren produzieren wir die Stromtankstelle. Bisher wurden die Ladepunkte meist direkt vor Ort von Heldele- Installateuren montiert. Da wir deutschland- und gerne auch europaweit das Produkt über unsere Partner vertreiben möchten, brauchen wir eine entsprechende Transportverpackung.«

Thomas:

»Die Besonderheit liegt im Design. Die Stromtankstelle ist nun mal kein rechteckiger Quader, der in einen Schuhkarton passt. Kurz: Das Runde musste irgendwie in das Eckige.«

 

Was ist Ihnen darüber hinaus bei der Verpackung wichtig?

Rigl:

»Wir brauchen eine sehr individuelle Lösung. Zunächst einmal ist uns wichtig, dass unsere Stromtankstelle sicher und unbeschadet dort ankommt, wo sie montiert wird. Die Verpackung soll ökologisch, leicht und außerdem wiederverwendbar sein, sollte es zu Retouren kommen. Und schließlich: Unsere Marke soll gut sichtbar außen auf dem Karton platziert sein.«

Thomas:

»Als Herr Adamek, unser ratioform-Experte, im vergangenen Jahr bei uns war, haben wir die Parameter festgelegt, die die Verpackung erfüllen musste. Dazu gehörte auch, dass sie stapelbar sein sollte. Die Wallboxen lassen sich bei uns sonst nur schwierig lagern.«

 

Wie hat Sie ratioform unterstützt?

Thomas:

»Anhand eines Musterstücks wurde eine Musterverpackung angefertigt, die sich der Wallbox sehr gut angepasst hat. Es geht nicht nur um den Korpus selbst, auch die Kabelstränge müssen Raum haben – und der Deckel muss separat verpackt sein, da dieser erst beim Kunden montiert wird.«

Rigl:

»Nach wenigen Durchläufen war die perfekte Lösung gefunden. Die Verpackung ist sicher, stapelbar, gebrandet und perfekt auf unser Produkt abgestimmt. Zudem ist die Verpackung so gestaltet, dass der Monteur die Stromtankstellenteile in der Reihenfolge entnehmen kann, wie er sie draußen installiert«

 

Wie beurteilen Sie die Perspektiven Ihrer Stromtankstelle?

Rigl:

»Wir sind ein Elektro-Kommunikations-Dienstleister. Heldele hat das innovative Produkt Stromtankstelle entwickelt und zur Marktreife gebracht, weil wir überzeugt sind, dass umweltfreundlichen Autos die Zukunft gehören wird. Dafür braucht es ein flächendeckendes Netz von Stromtankstellen, denn das Aufladen an einer herkömmlichen Steckdose dauert viel zu lange und ist somit nicht alltagstauglich. Viele Unternehmen investieren derzeit u. a. auch aus Imagegründen in die Zukunftstechnologie und installieren zum Beispiel auf ihren Parkplätzen Stromtankstellen. Leider ist bislang der Absatz von Elektroautos in Deutschland weit hinter Zielen und Erwartungen zurückgeblieben. Wir sind aber überzeugt, dass sich elektrisch angetriebene Fahrzeuge mittelfristig am Markt etablieren werden.«

Thomas:

»Das ist ein Geschäftsfeld, für das man einen langen Atem braucht – und politische Unterstützung.«

 

Passgenaue Schauminlays für optimalen Schutz

  • Die Aufgabe: bestmöglicher Transportschutz für den Grundkörper und den Deckel der Stromtankstelle. Der Korpus ist als Wallbox entweder zur Wandmontage gedacht oder wird auf Säulen montiert und misst 24 × 50 × 22 Zentimeter.
  • Die Lösung: Nach der Analyse durch ratioform fiel die Entscheidung auf maßgerechte Schauminlays – und damit sich der Wallbox-Deckel separat und sicher entnehmen lässt, hat die Schaumverpackung einen vorgeformten Schlitz.
  • Die passgenauen Schaumpolster werden mit einer Spezialmaschine bei ratioform gefertigt und beim Kunden Heldele angeliefert.
  • Auch die Kartons kommen von ratioform und sind individuell farbig bedruckt – mit der Marke Stromtankstelle aus dem Hause Heldele. Damit sich »elektrische« Qualität herumspricht.

 

Heldele – ein Dienstleister mit Innovationskraft

Die Erfolgsgeschichte der Firma Heldele begann 1964 in Salach mit drei Mitarbeitern, als Firmengründer Adolf Heldele ein Elektrogeschäft für Privatkunden übernahm. Heute ist die Heldele GmbH ein mittelständisches Unternehmen mit 500 Mitarbeitern, das für Geschäftskunden und die öffentliche Hand tätig ist. Heldele steht für modernste Lösungen in der Gebäudetechnik, IT und Kommunikation sowie Automation und Verfahrenstechnik.
Weitere Geschäftsfelder sind regenerative Energien und E-Mobility. Die Stromtankstelle wurde 2012 entwickelt und ist in unterschiedlichen Varianten verfügbar. Neben der innovativen »Hardware« bietet Heldele auch ein umfassendes Dienstleistungsspektrum zur Elektromobilität an.

Fotos: Jens Heilmann, Heldele GmbH, Aldinger & Wolf

»Das Runde musste ins Eckige«

Der schwäbische Elektro-Dienstleister Heldele ent­wickelte 2012 die Stromtankstelle für Elektroautos als Wallbox – ein Designerstück, innovativ, leistungsstark und praktisch. Doch wie gelangt das Produkt sicher zum Kunden? Georg Thomas (Leiter Kompetenzcenter Technology) und Simone Rigl (Marketing) von der Heldele GmbH mit Stammsitz in Salach (nahe bei Göppingen) haben uns diese Frage beantwortet.

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