Green Packaging: Was eine nachhaltige Verpackung ausmacht

Die Nachhaltigkeit von Produkten gewinnt bei der Kaufentscheidung der Verbraucher immer mehr an Bedeutung. Kunden interessieren sich nicht nur für die Ökobilanz des jeweiligen Artikels, sondern ebenso für dessen Verpackung. Aspekte wie Klimaneutralität und CO2-Einsparung spielen deshalb auch bei Versandkartons eine immer wichtigere Rolle und Verbraucher möchten über Green Packaging informiert werden. Wir zeigen Ihnen, worauf es bei nachhaltigen Verpackungsmaterialien zu achten gilt.

Biobasierte Verpackungen, biologisch abbaubare Verpackungen oder kompostierbare Verpackungen?

Wenn es um nachhaltige Verpackungsmaterialien geht, kursieren viele Bezeichnungen – darunter biobasiert, kompostierbar und biologisch abbaubar. Sie finden sich etwa auf Plastikverpackungen. Um einen Überblick zu bekommen, ist es wichtig, zwischen den Begriffen zu unterscheiden.

Biobasiert: Sofern das Material komplett oder teilweise aus nachwachsenden Rohstoffen wie Holz besteht, ist die Rede von „biobasiert“. Entsprechende Bio-Verpackungen müssen aber nicht zwangsläufig biologisch abbaubare Verpackungen sein. Möbelhersteller etwa nutzen oft Kunststoffe, die aus Holzsplittern und Verbundstoffen zusammengesetzt sind, weshalb sie nicht biologisch abbaubar sind. Einweggeschirr aus Stärke erfüllt dagegen sowohl die Kriterien für „biobasiert“ als auch „biologisch abbaubar“.

Biologisch abbaubar: Dem Deutschen Institut für Normung (DIN) zufolge sind Stoffe biologisch abbaubar, wenn sie durch Mikroorganismen wie Bakterien zersetzt werden können. Dabei ist es egal, wie lange der Zersetzungsprozess dauert. Diverse Kunststoffe sind nur schwer recycelbar und damit weniger nachhaltig als andere. Eine Sonderform sind oxo-abbaubare Materialien, die aus fossilen Energieträgern und sich unter Lichteinfluss zersetzenden Stoffen bestehen. Das dabei entstehende Mikroplastik sorgt allerdings immer wieder für Kritik seitens Umweltverbänden.

Kompostierbar: Sobald sich Stoffe unter bestimmten Bedingungen und Zeiträumen biologisch abbauen, ist von „kompostierbar“ die Rede. Dabei wird zwischen Industrieanlagen und Gartenkompost unterschieden. Bei Ersterem müssen Kunststoffe bei 60 Grad in maximal 12 Wochen zersetzt sein. Für Gartenkompost genügt es, wenn die Materialien oder kompostierbaren Verpackungen bei 30 Grad innerhalb eines Jahres zerfallen.

Green Packaging: Die Ökobilanz einzelner Verpackungsarten

Die Nachhaltigkeit einer Verpackung hängt maßgeblich von deren Material ab. Hersteller müssen sich dabei an nationale und europäische Regulierungen wie das Verpackungsgesetz halten. Zwar gibt es auch innerhalb einzelner Materialgruppen wie Kunststoff – je nach Zusammensetzung – unterschiedliche Öko-Bilanzen, jedoch ergibt sich trotzdem folgende grundsätzliche Rangliste von „sehr nachhaltig“ bis „kaum nachhaltig“:

1. Ohne Verpackung: Wo keine Verpackung ist, entstehen auch keine Emissionen oder Hürden beim Abbau. Jedoch ist es nur selten möglich, Produkte gänzlich unverpackt anzubieten.

2. Mehrwegverpackungen: Je öfter Verpackungen benutzbar sind, desto besser steht es um die Ökobilanz. PET-Mehrwegflaschen etwa sparen bei 20 Befüllungen den Emissions- und Produktionsaufwand für diverse neue Flaschen.

3. Papier und Karton: Da entsprechende umweltfreundliche Verpackungen aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz bestehen und sich gut recyceln lassen, fällt die Ökobilanz positiv aus – auch wenn für die Herstellung viel Wasser benötigt wird.

4. Bio-Plastik: Kunststoff kann aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen, beispielsweise wenn Folien aus Maisstärke hergestellt werden. Der Anbau des Mais ist jedoch oft nicht biologisch und basiert auf großen Monokulturen.

5. Gewöhnlicher Kunststoff: Kunststoffe aus fossilen Rohstoffen wie Polymerisate, Polykondensate oder Polyaddukte sind wegen der Ressourcenknappheit von Erdöl ökologisch problematisch. Die Verwendung von recyceltem Kunststoffgranulat oder Mehrwegverpackungen bessert die Ökobilanz aber zumindest etwas auf.

Auch bei den nachhaltigen Verpackungsmaterialien gilt es abzuwägen, ob es um maximale Recyclingfähigkeit oder eine möglichst große Einsparung von CO2 geht. Beides zusammen funktioniert oft nicht. Zudem spielt für die Verpackungsstrategie eine große Rolle, welche Produkte verpackt werden, welche Abfülltechniken verwendet werden und wie die Logistik aufgebaut ist.

Ökobilanz: Recycelbare Verpackungen und lange Haltbarkeit als Hauptfaktoren

Als Faustregel für die Ökobilanz gilt: Je einfacher der Verpackungsaufbau ist, desto klarer lässt sich die Ökobilanz bestimmen.

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